Gemeinschaftspraxis Kaltenbach/Weber

Gefäß-Check

Auch wenn wir nicht rauchen und in jeder Hinsicht gesund und bewusst leben, wenn wir uns körperlich wohlfühlen, ist unsere Gesundheit durch zahlreiche Risikofaktoren gefährdet. Dazu zählen vor allem auch Faktoren, die wir nicht beeinflussen können, wie Geschlecht, Passivrauchen, Umweltverschmutzung, Stress, Alter, genetische Faktoren usw. Diese Risikofaktoren, denen ein jeder von uns mehr oder weniger ausgesetzt ist, schaden unseren Blutgefäßen. Nicht umsonst sagt man: Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße.

Mit dieser Untersuchung kann man Gefäßschäden schon in einem frühen Stadium nachweisen. Besondere Blutwerte, die auf ein hohes Risiko für Gefäßkrankheiten hinweisen (siehe auch Kapitel Kardio-Check):

Homocystein

Hohe Homocysteinwerte wirken schädigend auf unsere Blutgefäße.

Lipoprotein A

ist ein eigenständiger Risikofaktor. Bei hohen Lipoprotein A Werten muss auf besonders niedrige Blutfettwerte geachtet werden, da sich Lipoprotein A nicht direkt beeinflussen lässt.

Fibrinogen

Patienten mit hohen Fibrinogenwerten (d.h. einem hohen Gerinnungsfaktor des Blutes) haben ein dreifach erhöhtes Risiko auf einen Gefäßverschluss. Bei einer erhöhten „Gerinnbarkeit des Blutes können sich sehr schnell und selbstständig kleine Blutgerinnsel bilden, die unsere Adern verstopfen.

hsCRP

weist auf kleinste Entzündungen in den Blutgefäßen hin, wobei die Höhe des CRP Wertes mit dem Ausmaß von Gefäßwandverkalkung korreliert.

Krankheitsvorgeschichte

Ermittlung der Risikofaktoren wie z.B. Rauchen, Stress, familiäre Belastung.

Untersuchung

Abhören und Abtasten der Blutgefäße, um Strömungsgeräusche und den Puls nachzuweisen.

Lungenfunktion

zur Beurteilung, ob genügend Lungengewebe vorhanden ist, um das Blut mit Sauerstoff anzureichern und zur Bestimmung der körperlichen Leistungsreserven (siehe auch Kapitel Kardio-Check).

Laboruntersuchung

(siehe auch Kapitel Labor-Check).

Großes Praxisprofil

Die Untersuchung der Blutplättchen, der roten und weißen Blutkörperchen und weiterer 23 Blutwerte gibt Auskunft über die Abwehrlage, die Stoffwechselsituation (Blutfette, Zucker und Eiweiß), beurteilt die Leber und Gallenfunktion, kontrolliert die Nierentätigkeit, misst die Harnsäure (Gicht) und gibt Auskunft über den Mineralhaushalt.

TSH1

Funktionszustand Schilddrüse: eine Unterfunktion dieses Organs kann zu erhöhten Blutfetten und einem eingeschränkten Stoffwechsel führen (siehe auch Kapitel Schilddrüsen-Check). Urinuntersuchung zur Beurteilung der Nierenfunktion (Entgiftung).

Farbdoppler

der Beingefäße und der Halsschlagader. Diese Untersuchungen dienen der Darstellung der Arterien, um schon in einem frühen Stadium Gefäßschäden nachzuweisen bzw. ausschließen zu können. Mit Hilfe dieser Ultraschalluntersuchung können schon kleinste Verkalkungen in den Adern sichtbar gemacht werden.

Langzeit-Blutdruckmessung

Unerkannte Blutdruckspitzen schädigen in einem hohen Maß sowohl die Blutgefäße (Adern), als auch das Herz (Pumpe), weil die Adern einem sehr hohen Druck standhalten müssen, bzw. das Herz gegen einen erhöhten Druck pumpen muss. Die Langzeit-Blutdruckmessung registriert den Blutdruck am Tage und in der Nacht. Damit können krankhafte Blutdruckveränderungen entdeckt und behandelt werden.

Sonografie der Bauchorgane

Die Ultraschalluntersuchung ist dazu geeignet, die Bauchorgane genauestens zu untersuchen und damit frühzeitig die Organschäden oder die Fehlfunktionen an den großen Baucharterien zu erkennen.

Beratung

Wenn alle Untersuchungsbefunde vorliegen, werden die Ergebnisse in einem gemeinsamen Gespräch diskutiert und bei kritischen Ergebnissen nach praktikablen Vorgehensweisen gesucht.